Nosodentherapie

Die Nosoden wurden ursprünglich erstmals 1820 durch den Tierarzt Wilhelm Lux aus Oppeln in der Veterinärmedizin zur Behandlung verwendet.

Constantin Hering wandte 1831 die Nosoden im Sinne vom homöopathischen Similes an, die dann zuerst im angelsächsischen Bereich ihre Verbreitung fanden.

Nosoden und Auto-Nosoden können bei allen Erkrankungen hergestellt werden, bei denen gestörte immunologische oder autoaggressive Prozesse vorliegen.

Die Wirkung der Auto-Nosode wird als die eines Katalysators angesehen, welcher einen reaktionsschwachen Organismus aktivieren und seine Abwehrkräfte mobilisieren kann.

Entgegen der herkömmlichen Eigenbluttherapie, die analog dem homöopathischen Prinzip mit der niedrigsten Potenz beginnt, verhält es sich bei der Nosoden-Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten (Blut, Urin oder Sputum) nach dem ASAN-Verfahren** genau anders herum. Da die Krankheitserregenden Strukturen im Blut durch das Adsorbitmittel verändert werden, wird das Immunsystem zu einer neuen Immunantwort, d.h. der Produktion neuer Antikörper, angeregt.

„Similia similibus curentur“ – „Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt“ – so lautet der Grundsatz der Homöopathie nach Samuel Friedrich Hahnemann.

Stoffe, die am gesunden Menschen Krankheitssymptome hervorrufen, werden in homöopathischer Dosierung eingesetzt, um eben diese Krankheiten zu behandeln. Dabei ist die Reaktion des Körpers auf den durch das homöopathische Mittel gesetzten Reiz für den Heilungsprozess entscheidend. Anregung zur Selbsthilfe bzw. Selbstheilung ist das Prinzip.

Die Auto-Nosoden-Therapie ist eine Weiterentwicklung dieses Prinzips. Auch der Grundsatz dieser Therapieform spiegelt den noch speziellerern Therapieansatz wieder: „Aequalia aequalibus curentur“ – „Gleiches werde durch Gleiches geheilt“.

Mit Auto-Nosoden können besonders gezielt Reize/Impulse für eine Ausleitung störender Faktoren bzw. für eine Umstimmung des Organismus gesetzt werden. So nimmt die Nosodentherapie in vielen tierheilkundlichen Praxen einen wichtigen Raum ein, da sie ein weites Anwendungsspektrum bietet.

Behandlung und Einsatzgebiet

Vorzugsweise wird sie zur Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt:

  • Allergien
  • Virale und bakterielle Erkrankungen (insbesondere terapieresistente oder chronische Formen)
  • Erkrankung der inneren Organe
  • Entzündungen
  • Chronische Haut- und Schleimhauterkrankungen
  • Folgen nicht ausgeheilter Infektionskrankheiten

Die Therapie mit Fremdnosoden hat zusätzlich den Effekt, Toxine (Giftstoffe) spezifisch aus dem Körper auszuleiten und somit den körpereigenen Entgiftungsmechanismus über Leber, Niere, Darm und Haut optimal zu entlasten.

 

**Begriffsbestimmung ASAN:

Auto-Sanguis: Eigenblut – allg. Reizkörper-Umstimmungstherapie
Adsorbat: bzw. Adjuvanz-Induktion einer veränderten Antigen-Antikörper-Antwort
Nosode: Eigen(Auto)-Nosode, Katalysator – Ausleitungstherapie